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Am Samstag und Sonntag den 9. und 10. April nahmen alle acht unserer U16 Spieler zusammen mit den Ruggern des HRK als Spielgemeinschaft an den Deutschen Meisterschaften in Berlin teil. Als Außenseiter aber dennoch als Geheimfavorit reisten die Jungs am Freitag Vormittag nach Berlin an. Dort wurde das Sport Hotel Kolumbus in Hohenschönhausen als Basislager bezogen.
1. Spiel gegen den SC Frankfurt 1880 Ziemlich nervös, ob der wenigen Rundenspiele und der daraus fehlenden Spielpraxis trat man im ersten Vorrunden- Spiel gegen Frankfurt 80 an. Schnell wurde klar, hier stehen sich gleichwertige Teams gegenüber. Der erste Rückschlag durch Versuch zum 0:7 folgte bereits sehr bald. Dann musste auch noch Fabian Blank auf Grund einer gelben Karte 5 Min. auf die Strafbank. Er hatte in einer 1 gegen 3 Situation den Gegenspieler unseres Erachtens und im Siebenerrugby üblich in Brusthöhe geklammert und somit eine eindeutige Einlaufchance für Frankfurt verhindert. Nur einer sah dies als Hochhalten an, der Schiedsrichter. In Unterzahl gelang jedoch postwendend der Ausgleich, Sebi Robl legte sauber im Malfeld ab und Niclas Hohl erhöhte sicher 7:7. Danach zwei Straftritte für unser Team, sicher durch Niclas verwandelt 13:7. Nun stürmte Fabian auf das gegnerische Malfeld zu, machte einen Bodenroller und wurde 3 Meter vor der Linie mit einem Foul am Versuch gehindert, Strafversuch und Erhöhung Niclas 20:7. Nun brach die Zeit des körperlich starken Frankfurter Sturmes an, offenes Gedränge, reingeschoben, abgelegt, erhöht und Abpfiff, 20:14 gewonnen.
2. Spiel gegen den Berlin RC Es ging hin und her aber keiner konnte in der ersten Halbzeit Punkte erzielen, wieder zwei gleich starke Teams auf dem Platz. Ein Straftritt von Niclas, kurz nach dem Seitenwechsel brachte die 3:0 Führung, welche bis zum Ablauf der regulären Spielzeit gehalten wurde, dann Dramatik pur, Frankfurt bekommt einen Straftritt ca. 30 Meter mittig vor unseren Stangen. Kick der Ball fliegt gut, drüber? Nein er senkt sich 2 Meter vor der Querstange , fällt runter, der mitgelaufene Berliner Sturm fängt den Ball, drückt ins Malfeld, Versuch und Erhöhung 3:7. Ein letzter schneller Ankick vor die Mallinie des BRC, offenes Paket und Friedrich Bachmann liegt mit Ball im Malfeld, die Erhöhung misslingt, Abpfiff Sieg 8:7. Somit war der Gruppensieg geschafft und wir mussten am 2. Tag gegen den 2. der Gruppe A ran Germania List Hannover.
3. Spiel Halbfinale am Sonntag morgen um 9:50 Uhr . Schnell wurde wieder klar es wird ein hart umkämpftes Match, zur Pause lagen wir mit 0:5 zurück, aber unser Druck auf das Malfeld von Germania wurde immer stärker ( Feldanteil ca. 70 - 75%) . Aber wie so oft, ein Konter über Außen (Ecke) und die anschließende Erhöhung brachte Germania mit 0:12 in Führung. Noch 15 Minuten zu Spielen, wieder Belagerung der gegnerischen Hälfte und endlich Fabian Blank legt den Versuch zum 5:12, Erhöhung vorbei. Leider wurden danach mehrere leichte Fehler gemacht und somit gute Einlaufchancen vertan und wir schafften es nicht mehr zu Punkten zu kommen. Aus , Raus! Große Enttäuschung bei den mitgereisten Fans und den Jugendlichen selbst, hätten wir doch gerne ein Heidelberger Endspiel gehabt.
4. Spiel um Platz 3 gegen SC Frankfurt 1880: Dieses Spiel war wiederum geprägt von gleich starken Mannschaften wobei uns nach 3 schweren Fights am Ende einfach die Puste ausging und so manche Entscheidung der Schiedsrichter für uns nicht nachvollziehbar war. Frankfurt ging früh mit 5:0 in Führung. Kurz darauf konnte Fabian Blank, nach schönem Durchbruch 2 gegen 3 von Sebastian Robl bedient, seinen Sprint bis ins Malfeld durchziehen und zum 5:5 ausgleichen, Erhöhung von ganz außen ging leider vorbei. Später wieder Angriffswellen der Dreiviertel, Fabian gelang einen Bodenroller durch die gegnerische Abwehr, konnte den Ball wieder aufnehmen und unter die Stangen eingelaufen, Niclas erhöhte wiederum sicher zum 12:5 Halbzeitstand. Danach war die Puste raus und Frankfurt mit seinem körperlich starken Sturm schob uns einige Male mehrere Meter im Paket zurück so dass es eine Frage der Zeit war, wann unsere, über 3 ½ Spiele starke Verteidigung, die Kräfte schwanden. 3 Versuche davon 2 erhöht brachte den Endstand mit 12:24 für Frankfurt. Fazit: Die Jungs haben sich gut verkauft, tolle spannende Spiele gemacht und letztendlich waren doch alle zufrieden um 23.00 Uhr zurück in Heidelberg. Yannik Schuster vom HRK wurde für seine sehr gute Leistung (Jg. 1996) vom Bundestrainer zum Prop des Turniers gewählt und ausgezeichnet, herzlichen Glückwunsch auch vom SCN.
Schade eigentlich, dass eine Deutsche Meisterschaft unter teilweise indiskutablen Schiedsrichter Leistungen leiden muss, und nicht jeder teilnehmende Verein einen geeigneten, mit entsprechender Lizenz ausgestatteten, Schiri stellen kann. Leider waren nach Meinung vieler Zuschauer aus allen Vereinen nur 2 Lichtblicke anwesend. Das hatten alle 8 Mannschaften nicht verdient. Uwe Blank
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