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Frauenligen

Die Vereine spielen in einem regelmäßigen Ligabetrieb, zurzeit in einer eingleisigen Bundesliga für 15er Rugby sowie in 7er-Ligen für 7er-Rugby. Die Frauen spielen nach den international gültigen Rugby-Union-Regeln, wie auch die Männer.

Die SCN-Mädels haben mit einer starken Teamleistung eine wahre Schlammschlacht gegen den FC St. Pauli am Ende deutlich mit 56:0 (Halbzeitstand 25:0) gewonnen. Die Punkte machten Catalina Bechtel, Lisa Bohrmann, Steffi Gruber(2), Catharina Günther, Eva Laucht, Lea Predikant, Laura Schwinn und Elisa Trick durch insgesamt neun Versuche. Samira Schuster traf in der ersten Halbzeit mit einem Straftritt und einer Erhöhung, Laura Schwinn im zweiten Durchgang mit drei Erhöhungen. Damit haben die Blauen den Vorsprung in der Tabelle ausgebaut, liegen sechs Punkte vor dem ASV Köln, der zuhause gegen den Heidelberger RK mit 27.17 (Halbzeitstand 7:12) gewonnen hat.

Angesichts der zahlreichen Ausfälle von etablierten Spielerinnen trat unser Team gegen den FC St. Pauli mit einer auf vielen Positionen umgebauten Startformation an. Spielführerin Elisa Trick musste auf der ersten Sturmreihe ran, Michelle Henninger und Erica Myers starteten in ihrem zweiten, beziehungsweise ersten Spiel für den SCN auf der dritten Reihe. Die junge Catharina Günter und die erfahrene Lisa Bohrmann bildeten das Verbindungspaar, Eva Laucht startete mit Steffi Gruber auf Innen, Samira Schuster auf Schluss.

Die Begegnung begann von beiden Seiten etwas nervös und war in den ersten zwanzig Minuten geprägt vom harten Kampf der Sturmreihen. Unsere Hintermannschaft brauchte etwas, um sich zu finden, ebenso unser Gedränge. Der Dauerregen und ein tiefer Platz taten ihr Übriges zu einem punktearmen Start der Partie. Samira Schuster brachte zwar nach drei Minuten die Unseren per Straftritt aus 30 Metern halbrechts in Führung, ansonsten war es ein ausgeglichenes Spiel ohne zwingende Chancen auf beiden Seiten.

Ausgerechnet die junge Catharina Günther brach dann den Bann und legte gegen Mitte der ersten Halbzeit den initialen Versuch. Sie hatte vor zwei Wochen bei der leider verletzten Johanna Carter genau hingeschaut und legte ebenso kaltschnäuzig direkt vom Offenen weg im Malfeld ab. Ab diesem Zeitpunkt nahm der SCN das Heft in die Hand und die Nationalspielerinnen Lisa Bohrmann, Steffi Gruber und Eva Laucht legten bis zur Halbzeit sehenswerte Versuche nach. Samira Schuster erhöhte den letzten Versuch von Eva Laucht, den diese aus der gegnerischen Hintermannschaft herausgefangen hatte, aus guter Position sicher. Der Sturm fand immer besser ins Spiel, auch dank einer bärenstarken Jessi Neues, die ihr bisher bestes Spiel in der Frauenbundesliga zeigte. Leider musste die junge Michelle Henninger früh verletzt rausgenommen werden, sie wurde durch Katy Dockery ersetzt. Halbzeitstand 25:0, zu diesem Zeitpunkt vielleicht sogar etwas hoch für den Spielverlauf im ersten Durchgang.

Kay Kocher brachte dann in der Halbzeit die aus dem Ausland zurückgekehrte U18-Nationalspielerin Laura Schwinn, die wenige Minuten später den Versuch ihrer Schwester Elisa nach einem fulminanten Durchbruch und Sprint unter die Stangen erhöhte. Sie liess dann dieser Erhöhung zwei weitere und einen Versuch folgen. Es wurde in der Folge praktisch die komplette Reserve eingewechselt und eine weitere frische Spielerin war als Nächste per Versuch erfolgreich: die junge Catalina Bechtel wurde von Haklerin Julia Wich-Schwarz wunderbar in Szene gesetzt und tauchte weit rechts außen ins Malfeld ein. Danach fand Steffi Gruber einmal mehr eine Lücke, wo eigentlich keine war und sauste einfach mal zwischen den Gegnerinnen zum Versuch durch, ehe sie dann wenige Minuten später Laura Schwinn einen Versuch auflegte, den diese auf engem Raum an die Eckfahne rannte. Den Schlusspunkt setzte Eckdreiviertel Lea Predikant, die sich ins Getümmel warf und in bester Prop-Manier einen Sturmangriff abschloss - ein nicht unbedingt schöner, aber umso ehrlicher erarbeiteter Versuch!

Schwinn Laura

Bild: Tolles Comeback nach der Halbzeit: Laura Schwinn mit 11 Punkten in 40 Minuten. (Foto: privat)

Fazit: allen Ausfällen und Widrigkeiten zum Trotz ein tolles Spiel der Blauen, bei denen - Achtung Statistik - bereits achtzehn(!) verschiedene Spielerinnen in dieser Saison Versuche gelegt haben und damit sich und ihre Mannschaft für ihren Einsatz und den Glauben an das Spielsystem belohnt haben. Stark waren die Stürmerinnen, die Schwerstarbeit leisten mussten, die Hintermannschaft fuhr ebenfalls wo es sein musste die Stollen aus und spielte oftmals wie bei Sonnenschein. Jess White feierte einen Geburtstag nach Maß mit einem Sieg, Zoe Dickhaut verabschiedete sich mit einer tollen Leistung nach Neusseeland und wird in den nächsten Monaten fehlen. Catherine Liptak und Erica Myers debütierten erfolgreich für den SCN. Weiter so Mädels, am besten nächste Woche beim 7er-Turnier und dann am 2. Dezember beim HRK zum Rückspiel und der Neuauflage des Stadtderbys!

So spielte der SCN: 1 Elisa Trick © 2 Julia Wich-Schwarz 3 Jessi Neues 4 Zoe Dickhaut 5 Dilek Menekse (50. Jess White) 6 Michelle Henninger (25. Katy Dockery) 7 Erica Myers (55. Catherine Liptak) 8 Monica Yee 9 Catharina Günther 10 Lisa Bohrmann 11 Maxime Rath (50. Catalina Bechtel) 12 Steffi Gruber 13 Eva Laucht (70. Maite Bredehöft) 14 Lea Predikant 15 Samira Schuster (41. Laura Schwinn).

Ergebnis SC Neuenheim - ASV Köln 56:0 (25:0); Schiedsrichter: H. Brauner; Zuschauer: 120; Punkte: 3:0 (3.) S S. Schuster; 8:0 (19.) V C. Günther; 13:0 (24.) V L. Bohrmann, 18:0 (34.) V S. Gruber; 25:0 (39.) V E. Laucht + E S. Schuster; 32:0 (44.) V E. Trick + E L. Schwinn; 37:0 (63.) V C. Bechtel; 44:0 (67.) V S. Gruber + E L. Schwinn; 49:0 (72.) V L. Schwinn; 56:0 (79.) V L. Predikant + E L. Schwinn.

Am kommenden Samstag, dem 11.11.2017, steigt das letzte Heimspiel der SCN-Frauen im Jahr 2017 gegen den achtfachen deutschen Meister FC St. Pauli. Die Dauerrivalinnen des SC Neuenheim aus den 90er-und 00er-Jahren sind mit dem SC Neuenheim Gründungsmitglied der Frauenbundesliga und in den letzten Jahren ein ausgewiesener Favoritenschreck. Es geht um wichtige Punkte im Kampf um die Halbfinalplätze und das Heimrecht in der K.O.-Phase. Ankick ist um 14.00 Uhr auf dem Museumsplatz.

Die Gäste waren in der ersten Dekade dieses Jahrtausends das Maß der Dinge im deutschen Frauenrugby, der letzte Titelgewinn datiert allerdings aus dem Jahr 2008, seither schwanken die Leistungen oft erheblich. Die Norddeutschen haben einerseits in den letzten Jahren immer wieder Tiefpunkte wie die herbe Auswärtsniederlage im Halbfinale der letzten Saison einstecken müssen, aber doch regelmässig zuhause - deutlich favorisiert angereiste - Heidelberger und Kölner Teams geschockt und seltener auch auswärts Topleistungen abgeliefert. Die Hamburgerinnen haben zuletzt gegen die SG Rhein-Main (17:0), den ASV Köln (20:31) und den Heidelberger RK (15:29) gute Leistungen gezeigt und kämpfen jetzt erstmals auswärts um einen Platz im Halbfinale.

Die Damen in den Traditionsfarben Braun und Weiß sind aus der jüngeren Vergangenheit eher weniger für technische Eleganz oder ein versiertes Kickspiel als für ein starkes Sturmspiel, gute Standards, enorme Kampfkraft und starke Physis bekannt, dafür stehen Spielerinnen wie die Nationalspielerinnen Sabine Schubert, Marlene Lorenz oder Kathrin Vocke. Allerdings dürften mit der von einer schweren Knieverletzung genesenen und hoch talentierten jungen Spielmacherin Freya Sibbertsen genau diese Qualitäten ins Spiel der Hamburgerinnen zurückkehren.

Das macht den FC St. Pauli – zumindest auswärts eine Art Angstgegner unserer Mannschaft - zu einer Herausforderung, zumal unser Sturm erheblich dezimiert ist und aktuell noch überhaupt nicht absehbar ist, wer in welcher Konstellation auf der ersten Reihe antreten soll, nachdem jetzt alle etatmäßigen Props bis auf Jessi Neues ausgefallen sind. Wahrscheinlich ist, dass Spielführerin Elisa Trick von der dritten auf die erste Reihe befördert wird, Monica Yee erneut wie gegen Köln auf der Nummer 8 startet. Auch ansonsten könnte es die eine oder andere Umstellung geben. Aber unsere Mannschaft verfügt über reichlich Alternativen und in der Hintermannschaft über so viel Speed, dass die Blauen natürlich als Tabellenführerinnen in dieser Partie favorisiert sind.

Damit hat Trainer Kay Kocher auf Nachfrage kein Problem: „natürlich sind wir favorisiert, das wollen und müssen wir aber auch positiv annehmen. Unsere Spielerinnen wissen, dass man in jedem Spiel beim Null anfangen und sich dann durchsetzen muss. Kein Rugbyspiel ist ein Selbstläufer und das am Samstag wird es angesichts unserer Personalsorgen vorne im Sturm auch nicht werden. Wir müssen wie immer auf jeder Position vom Anpfiff an Vollgas geben und uns dann durchsetzen um zu bestehen!“ Ein klare Ansage zur Marschrichtung am Samstag…

 Neues Jessi

Bild: Ist hoffentlich bis auf weiteres unkaputtbar - Prop Jessi Neues. (Foto: Karlheinz Lörch)

Ankick unter Anleitung von Schiedsrichter Dirk Aigenmann ist am Samstag um 14.00 Uhr auf dem Museumsplatz in der Tiergartenstr. 7, 69121 Heidelberg.

Der vorläufige SCN-Kader für das Spiel gegen den FC St. Pauli:

Kathi Bader, Catalina Bechtel, Lisa Bohrmann, Maite Bredehöft, Johanna Carter, Anja Czaika, Zoe Dickhaut, Katy Dockery, Steffi Gruber, Catharina Günther, Amelie Harris, Michelle Henninger, Franziska Holpp, Sylvia Kling, Eva Laucht, Catherine Liptak, Annabel Mai,  Dilek Menekse, Erica Myers, Jessi Neues, Lea Predikant, Maxime Rath, Samira Schuster, Laura Schwinn, Elisa Trick(c), Jess White, Julia Wich-Schwarz, Monica Yee.

Heimsieg für die SCN-Frauen gegen den ASV Köln. Die Blauen legten beim 45:7-Erfolg (Halbzeitstand 25:0) im Spitzenspiel der Frauenbundesliga gegen den ebenfalls bis dahin ungeschlagenen Vizemeister ASV Köln neun Versuche durch Johanna Carter(2), Sylvia Kling, Lea Predikant(3), Maxime Rath und Elisa Trick(2). Köln beantwortete diese in den Schlussminuten noch durch einen Versuch von Melissa Paul, den Dana Kleine-Grefe erhöhte. Damit bleiben unsere Mädels als einziges Team in der Frauenbundesliga ungeschlagen und führen die Tabelle mit der Maximalausbeute von 15 Punkten aus drei Spielen an.

Nach zahlreichen Ausfällen hatten Kay Kocher und Marcus Trick ihr Team im Sturm auf zahlreichen Positionen umstellen müssen, mit den verletzten Stürmerinnen Noemi Mager, Marlis Gerigk, Denise Rottmann, Anja Czaika und Jess White standen gleich fünf Akteurinnen der letzten beiden Bundesligapartien nicht zur Verfügung. So fand sich am Ende sogar Eckdreiviertel Amelie Harris auf der dritten Reihe neben Monica Yee und Elisa Trick wieder und Jessica LaMoe rückte erstmals in die Startformation, bildete mit Jessi Neues und Julia Wich-Schwarz die erste Reihe. Auf der zweiten Reihe wie zuletzt in Mainz Zoe Dickhaut und Dilek Menekse. Im Gegensatz dazu war die Hintermannschaft aufgestellt wie zum Saisonauftakt beim Derbysieg gegen den Heidelberger RK, mit dem inzwischen bewährten Halbpaar Johanna Carter und Franziska Holpp, sowie dem wiedervereinten Innenpaar Lisa Bohrmann und Steffi Gruber, ebenso der zuletzt ausgefallenen Sylvia Kling auf Schluss. Alles in allem also den Ausfällen zum Trotz eine starke Formation mit einer jungen Ersatzbank, auf der nur die erfahrene Nationalspielerin Eva Laucht mehr als einen Einsatz in der Bundesliga aufweisen konnte.

In der ersten Halbzeit hatten die Gäste zwar leichte Vorteile am Gedränge und versuchten über Dana Kleine-Grefe in Ansätzen ihr Spiel aufzuziehen, ansonsten spielten aber fast nur die Blauen. Lea Predikant bedankte sich bei ihren kampfstarken Stürmerinnen mit ihrer bisher besten Saisonleistung und zwei schönen Versuchen auf der Eckfahne innerhalb der ersten Viertelstunde, dann besorgte Spielführerin Elisa Trick den nächsten Doppelschlag mit sehenswürdigen Durchbrüchen aus dem Phasenspiel, ehe die schon etwas angeschlagen ins Spiel gegangene Johanna Carter ihren ersten Versuch vom offenen Gedränge weg legte. Dann war Halbzeit beim Stand von 25:0.

SCN Frauen gegen Köln am 28.10.2017

Bild: unser Team einschliesslich der Lazarettbesatzung nach dem Spiel gegen Köln. (Foto: privat)

Nach dem Seitenwechsel ging es getragen von einer guten Sturmleistung flott weiter, Johanna Carter besorgte mit kurzem Anlauf Versuch Nummer sechs. Die Trainer nahmen sie dann zur Sicherheit vom Feld und Catharina Günther durfte in ihrem zweiten Bundesligaspiel den Sturm für ihre erfahrene Spielmacherin Franzi Holpp dirigieren. Zehn Minuten später buchte Sylvia Kling mit etwas längerem Anlauf den nächsten Versuch. Zwischenzeitlich kamen im zweiten Durchgang neben Katy Dockery mit Kathi Bader und Michelle Henninger für den Sturm zwei weitere junge Bundesliga-Debütantinnen auf das Feld und warfen sich zur Freude ihrer aufgeregten Mütter ins Getümmel. Eines haben die Beiden sofort gezeigt, der SCN wird an Michelle und Kathi noch viel Freude haben. Kathi Bader ist übrigens die Tochter von Petra Bader-Jordan, der legendären „Chefin“ unserer Frauenmannschaft in den glorreichen 90er Jahren, und scheint wie die Mama eine gehörige Portion Rugbytalent abbekommen zu haben. Mitte der zweiten Halbzeit punktete nochmal Lea Predikant mit ihrem dritten Versuch und den Schlusspunkt aus Neuenheimer Sicht setzte Maxime Rath, die mit einer schönen Handabwehr ihre Verteidigerin abwehrte und mit dem Turbo das Malfeld erreichte. Erst in der letzten Viertelstunde hatten die Kölnerinnen noch eine starke Phase und kamen unter den Stangen durch Nationalspielerin Melissa Paul zum Versuch, den Kölns ebenfalls international erfahrene Spielmacherin Dana Kleine-Grefe sicher erhöhte. Endstand 45:7.

Jetzt haben die SCN-Frauen als Ruhepause das  freie Wochenende und dann kommt der FC St. Pauli zur nächsten Bundesligapartie nach Neuenheim. Weiter so Mädels!

So spielte der SCN: 1 Jessica Neues (60. Michelle Henninger) 2 Julia Wich-Schwarz 3 Jessica LaMoe 4 Zoe Dickhaut (60. Katy Dockery) 5 Dilek Menekse (41. Kathi Bader) 6 Elisa Trick © 7 Amelie Harris 8 Monica Yee 9 Johanna Carter (45. Eva Laucht) 10 Franziska Holpp 11 Maxime Rath 12 Lisa Bohrmann (50. Catharina Günther) 13 Steffi Gruber 14 Lea Predikant 15 Sylvia Kling.

Ergebnis SC Neuenheim - ASV Köln 45:7 (25:0); Schiedsrichter: I. Sava; Zuschauer: 150; Punkte: 5:0 (4.) V L. Predikant; 10:0 (13.) V L. Predikant, 15:0 (25.) V E. Trick, 20:0 (32.) V E. Trick, 25:0 (39.) V J. Carter, 30:0 (45.) V J. Carter, 35:0 (55.) V S. Kling, 40:0 (60.) V L. Predikant, 45:0 (65.) V M. Rath, 45:7 (75.) V M. Paul + E D. Kleine-Grefe.

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Am kommenden Samstag, dem 28.10.2017, treten die SCN-Frauen und -Herren nacheinander zuhause in wichtigen Spielen der jeweiligen Bundesliga an. Den Auftakt machen die Mädels um 14.00 Uhr mit dem Heimspiel gegen den ASV Köln. Diese Begegnung ist nicht nur eine Neuauflage des letzten DM-Finales, sondern gleichzeitig das Spitzenspiel der Bundesliga in der noch jungen Bundesligasaison. Beide Teams sind mit zwei Siegen in die Runde gestartet und liegen damit auf Play-Off und Finalkurs.

Die Gäste haben zwar zum Auftakt gegen die SG Rhein-Main einen ganz holprigen Start erwischt, aber dann eben doch 10:7 gewonnen und danach auch verletzungsgebeutelt die schwere Auswärtsaufgabe beim FC St. Pauli nach einer starken ersten Halbzeit souverän und mit Offensivbonuspunkt mit 31:20 gemeistert. Darauf lässt sich aufbauen, inzwischen ist zum Beispiel Nationalstürmerin Melissa Paul wieder einsatzfähig und sollte dem Sturm der Bordeauxroten weitere Qualität verleihen. Überragend agiert bislang Dana Kleine-Grefe, die geniale Spielmacherin des ASV führt die Bundesliga-Scorerwertung an und hat allein in Hamburg 26 der 31 Punkte ihres Teams gebucht. Sie und die erfahrene Centerin Lisa Kropp gilt es insbesondere abzumelden, wenn man am Samstagabend noch Tabellenführerin sein will. Der Gegner und seine Qualität ist aus den drei Partien der Vorsaison aber auch bestens bekannt und unsere Mannschaft weiß, dass man auch hier am Besten mit fleißiger Teamarbeit, disziplinierter Verteidigung und schnellem Phasen- und Angriffsspiel bestehen kann.

Unser Team, oder genauer gesagt der Sturm, ist zwar am vierten Wochenende im Dauereinsatz dezimiert, aber an genau solchen Punkten soll sich die Tiefe im Kader auszahlen. Coach Marcus Trick wird diese Woche seine  Sturmreihen umbauen müssen, nachdem nicht nur die beiden Props Noemi Mager und Marlis Gerigk sich gegen die SG Rhein-Main verletzt haben. Für beide ist das Rugbyjahr 2017 leider vorzeitig beendet, Franzi Straub fällt ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen bis auf weiteres aus und Haklerin Denise Rottmann hat beim 7er-Turnier am Samstag eine Muskelverletzung im Oberschenkel erlitten, ist wohl ebenfalls raus für den Kracher gegen Köln. Daher stellt sich die erste Reihe schon fast von selbst auf und gegen Köln dürfte Jessi Neues mit Jessica LaMoe und Haklerin Julia Wich-Schwarz die Startformation auf der ersten Reihe bilden. Auf der zweiten Reihe steht die vielseitige Nationalspielerin Monica Yee wieder zur Verfügung, könnte mit Zoe Dickhaut oder Dilek Menekse auf der zweiten Reihe starten und auf anderen Sturmreihen in der Not aushelfen. Auf der dritten Reihe steht hinter dem Einsatz von Anja Czaika ein dickes Fragezeichen, die vorbildliche Kämpferin will zwar spielen, ist aber angeschlagen aus Hochspeyer zurückgekommen und soll im Zweifel eine Pause bekommen um für den Jahresendspurt fit zu sein. Jess White hat am letzten Samstag eine Gehirnerschütterung erlitten und fällt ebenfalls aus Sicherheitsgründen für ein Spiel aus. Dafür hat aber Spielführerin Elisa Trick nach eigener Aussage nicht nur „richtig Bock auf Samstag“, sondern ist auch nach überstandenem Hexenschuss wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte, sie wird wohl mit zwei Kolleginnen aus dem Kreis der „jungen Wilden“ die dritte Reihe bilden. Da gibt es unter anderem mit Kathi Bader und Michelle Henninger erfreuliche und hochmotivierte Alternativen, die beiden jungen Spielerinnen könnten am Wochenende in der Bundesliga debütieren. Wir wünschen den verletzten Spielerinnen an dieser Stelle eine gute Besserung: werdet schnell gesund, Neuenheim braucht Euch und lieben tut es Euch sowieso!

In der Hintermannschaft ist die Kapelle im Gegensatz zum Sturm ziemlich komplett: zwar fallen die jungen Nachwuchstalente Catalina Bechtel, Maria Saile und Samira Schuster nach zuletzt sehr guten Leistungen schulisch bedingt aus. Dafür kehren aber die genesenen Doppelmeisterinnen Steffi Gruber, Sylvia Kling und Eva Laucht ins Team zurück. Insofern darf man auf eine deutlich erfahrenere Hintermannschaft als im letzten Bundesligaspiel setzen, das dürfte gegen den ASV Köln ein Plus sein.

Trainer Kay Kocher ist sich sicher, dass sein Team die Aufgabe am Samstag meistern kann: „trotz der zahlreichen Ausfälle vorne drin sind wir immer noch sehr stark aufgestellt. Es war ja ganz klar, dass wir auch Rückschläge überwinden müssen, wenn auch vielleicht nicht unbedingt in Form einer solchen Häufung an verletzten Stürmerinnen. Aber genau dafür sind wir aufgestellt und in unserem System ist die Mannschaft als Kollektiv noch entscheidender als die Einzelspielerin. Marcus und ich vertrauen unserem Kader zu 100 Prozent.“

Wich Schwarz Julia 2016 12 03Bild: Soll am Samstag die Sturmreihen des SCN als Haklerin antreiben: Nationalspielerin Julia Wich-Schwarz. (Foto: Hubert Bädorf)

Ankick unter Anleitung von Schiedsrichterin Ioana Sava ist am Samstag um 14.00 Uhr auf dem Museumsplatz in der Tiergartenstr. 7, 69121 Heidelberg. Im Anschluss spielen die Herren um 16.30 Uhr gegen den TSV Handschuhsheim. Die Teams freuen sich über zahlreiche und lautstarke Unterstützung!

Der SCN-Kader für das Bundesliga-Spitzenspiel gegen den ASV Köln:

Kathi Bader, Maite Bredehöft, Lisa Bohrmann, Johanna Carter, Zoe Dickhaut, Katy Dockery, Steffi Gruber, Catharina Günther, Amelie Harris, Michelle Henninger, Franziska Holpp, Sylvia Kling, Jessica LaMoe, Eva Laucht, Dilek Menekse, Jessi Neues, Lea Predikant, Maxime Rath, Denise Rottmann, Elisa Trick(c), Julia Wich-Schwarz, Monica Yee.

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Wir trainieren bei Pfitzenmeier - www.pfitzenmeier.de

 

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Unser Klubhaus und Sportgelände an der Tiergartenstraße 7, 69120 Heidelberg, liegt direkt neben der Jugendherberge und in unmittelbarer Nähe zum Heidelberger Zoo.
Das Klubhaus erreichen sie unter der Rufnummer 06221 - 439867 und 06221 - 9149658 oder per Nachricht an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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