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Seit Juli 2018 ist Axel Moser (40) als 2. Vorsitzender Sport Herren für die Geschicke der Männermannschaften im SC Neuenheim verantwortlich. Axel ist seit 2008 im Verein in unterschiedlichen Funktionen aktiv, war schon als Teammanager für die Bundesliga-Männermannschaft und später als 2. Vorstand Finanzen tätig. Der Geschäftsführer der Heidelberger E-Learning-Agentur Carrot Elearning  stand uns gerne für ein Gespräch über seine Aufgaben im Verein und die aktuelle Situation der Männermannschaften zur Verfügung.

 

SCN: Hallo Axel, in Deinem ersten Amtsjahr ist gleich der direkte Wiederaufstieg in die erste Bundesliga gelungen. Wie beurteilst Du die letzte Saison?

AM: Hallo. Natürlich bin ich mit dem Saisonergebnis sehr zufrieden, der direkte Wiederaufstieg war das erklärte Ziel meines Teams und wir haben diese Aufgabe sehr souverän gelöst. Mein Dank gilt da sowohl den Spielern als auch dem gesamten Betreuerstab, die nach dem bitteren Abstieg alle Kräfte gebündelt und die Rückkehr ins Oberhaus hart erarbeitet haben. Es hat mich besonders gefreut, dass es uns nach dem Abstieg nicht nur gelungen ist, einige neue Spieler für unser Projekt zu begeistern, sondern auch die meisten Leistungsträger zu halten und Neuenheimer Eigengewächse wie Marten Strauch und Jacob Scheurich sogar zurückzugewinnen.  

SCN: Welchen Anteil am Erfolg hatte das neue Trainerteam mit Alexander Widiker und Clemens von Grumbkow?

AM: Ich glaube die Rolle der neuen Trainer kann man gar nicht hoch genug einschätzen, es ist ihnen gelungen, eine regelrechte Aufbruchstimmung zu erzeugen und ein ganz neues Teamgefühl zu etablieren. Die Verdienste der Beiden als Spieler und Trainer auf nationalem und internationalem Parkett sprechen ja für sich und ihre Qualifikation als Top-Trainer für den SCN. Gerade auch in der kommenden Spielzeit als Aufsteiger ist es wichtig, dass die Trainer in ihrer besonnen Art und mit ihrer Erfahrung die Mannschaft auf die neuen Herausforderungen vorbereiten und auch zwischenzeitliche Rückschläge mit den Spielern überwinden können. Ich schätze Snakko und Clemi sehr für die konstruktive Zusammenarbeit, wir ergänzen uns prima.

SCN: Was für Ziele habt Ihr Euch als Aufsteiger für die kommende Saison gesetzt? Nur den Klassenerhalt oder darf es auch ein bisschen mehr sein?

AM: Allein schon für meine Nerven sollte die Mannschaft idealerweise möglichst früh den Klassenerhalt sichern. Der hat für uns oberste Priorität und danach können wir schauen, was in der Tabelle möglich ist. Ich traue unseren Spielern durchaus zu, eine gute Rolle in der Liga zu spielen, zumal wir uns im Vergleich zur Vorsaison verstärken konnten. Natürlich schmerzt uns der Rücktritt von Benny Danso sehr; seine Erfahrung wäre in der Bundesliga sehr hilfreich gewesen.

Axel Moser Andreas Konold

Bild: Axel Moser (links) führt die SCN-Männer als zuständiger Sportvorstand in die Bundesligasaison 2019/2020 (Foto: privat).

SCN: Ihr habt bei den Neuzugängen dieses Jahr ja stark auf junge Spieler gesetzt? Was ist da Eure Strategie?

AM: Im Gegensatz zum Vorjahr haben wir diesen Sommer den Focus tatsächlich auf junge und damit besonders entwicklungsfähige Spieler gelegt, die sich unserem Verein in den vergangenen Wochen angeschlossen haben. Auch nach dem Ausscheiden von Benny haben wir ja immer noch einiges an Erfahrung im Team und wir bekommen so eine gute Mischung und eine gesunde Altersstruktur in die Truppe. Beispielsweise passen zu unserem Sturm-Urgestein Shalva Didebashvili junge Burschen wie Robert Lehmann oder Mick Burisch ganz hervorragend.

SCN: Entgegen anderslautender Meldungen bleibt auch Te Ira Davison dem SCN wohl erhalten. Kannst Du uns das bestätigen?

AM: Ja, das kann ich gerne bestätigen, Te will es nochmal wissen und bleibt bei uns. Insgesamt freut es mich, dass wir keine weiteren nennenswerten Abgänge haben.

SCN: Die Mannschaft ist ja zwischenzeitlich bereits mitten in der Saisonvorbereitung und schon am 7. September geht es zum ersten Saisonspiel beim amtierenden Deutschen Meister Frankfurt 1880. Was dürfen wir erwarten?

AM: Das ist natürlich der denkbar schwerste Auftakt für uns, aber auch eine wichtige Standortbestimmung. Die Liga ist zwar seit letztem Jahr relativ ausgeglichen, aber die Frankfurter haben die letzte Saison doch deutlich dominiert und sind verdient Meister geworden. Für uns ist wichtig, dass wir da ordentlich in die Saison starten und dann von Spiel zu Spiel denken. Ich persönlich freue mich jetzt schon auf die Derbys, vor allem natürlich gegen unsere Sportfreunde vom TSV Handschuhsheim.

SCN: Wie sieht es denn mit Blick auf die zweite Mannschaft aus?

AM: Nachdem wir letztes Jahr in der Verbandsliga erste Schritte gemacht haben, treten wir da in der neuen Saison in der Regionalliga an. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, dsnn können sich unsere jungen Nachwuchstalente in der Zweiten für höhere Aufgaben qualifizieren und präsentieren, die Bundesliga-Reserve bekommt Spielzeit und -praxis. Die Zweite wird von Uwe Schwager und Jörg Schäufele betreut und soll mit ihrem bundesligaerfahrenen Spielführer Fabian Damaschek vorne in der Regionalliga mitspielen. Da könnte es auch einige schöne Stadtderbys geben.  

SCN: Warum lohnt es sich als Zuschauer zu den SCN-Spielen kommen?

AM: Weil wir eine junge und hungrige Mannschaft haben, die noch viel Luft nach oben hat und ihre Fans mit schönem Angriffsrugby begeistern will. Wir machen im Moment - auch in Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg - unser Gelände für die Bundesliga fit und werden an den Spieltagen ein schönes Programm bieten.  

SCN: Dann wünschen wir Euch viel Erfolg und hoffen auf eine gute Saison! Vielen Dank für das Gespräch.

AM: Danke, wir sehen uns auf dem Sportplatz.

 

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